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Aktuelles

Erbschaft- und Schenkungsteuer, Steuerschädliches Verwaltungsvermögen im Unternehmen

Tipp: Es empfiehlt sich ein Verwaltungsvermögenstest

Für das Unternehmensvermögen gilt grundsätzlich, dass bis zu 85 % bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs außer Ansatz bleiben (sog. „Regelverschonung”). Auf Antrag kann der Steuerpflichtige im Erb- oder Schenkungsfall durch unwiderrufliche Erklärung gegenüber dem Finanzamt einen 100 %igen Verschonungsabschlag wählen (sog. „Verschonungsoption”).

Bei der Regelverschonung verbleiben 15 %, die grds. steuerbar sind. Hier gilt jedoch ein sog. abschmelzender Abzugsbetrag von bis zu 150.000 € (sog. Abzugsbetrag), der ebenfalls außer Ansatz bleibt. Wichtig ist, dass der Abzugsbetrag und die Steuerverschonungen (85% oder 100%) voraussetzen, dass sog. begünstigtes Vermögen vorliegt. Dies bedeutet u.a.:

  • Bei der Regelverschonung darf das Unternehmensvermögen zu nicht mehr als 50% aus Verwaltungsvermögen bestehen. 
  • Bei der Verschonungsoption darf das Verwaltungsvermögen 10 % nicht überschreiten.

 

Bei jeder Nachfolgeplanung ist daher ein sog. Verwaltungsvermögenstest empfehlenswert.

Zur Einhaltung dieser Grenzen gibt es Gestaltungsmöglichkeiten, die im Einzelfall - unter Beachtung der zivilrechtlichen und sonstigen wirtschaftlichen Gesichtspunkte - erwogen werden können: 

  • Entnahme von Wirtschaftsgütern in das Privatvermögen (insbesondere bei Wirtschaftsgütern mit geringen stillen Reserven)
  • Erbringung von Einlagen aus dem Privatvermögen, um die 50%-Grenze auszunutzen
  • Verteilung von Verwaltungsvermögen: Wenn in einem anderen Betriebsvermögen die Prozentgrenze für Verwaltungsvermögen noch nicht erreicht ist, bietet sich ggf. die Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern in dieses andere Betriebsvermögen an (§ 6 Abs. 5 EStG). Verwaltungsvermögen kann ggf. in Tochtergesellschaften verlagert und generell breitflächiger in einem Konzern verteilt werden. 
  • Steuerliche "Opferung" einer Gesellschaft: Bündelung von Verbindlichkeiten und Verwaltungsvermögen in einer Gesellschaft. Diese mag dann zwar unbegünstigt sein, besitzt jedoch einen niedrigeren Wert aufgrund der Verbindlichkeiten, 
  • Umschichtung der mittel- und langfristig erforderlichen Liquidität: Zu überlegen ist, Anleihen oder andere Wertpapieren in Tagesgeld- oder Festgeldanlagen zu tauschen, da diese nicht als schädliches Verwaltungsvermögen gelten. 
  • Bei Anteilen an Kapitalgesellschaften bietet sich eine Poolvereinbarung für die Anteile von verschiedenen Gesellschaftern an. Wenn dies nicht möglich ist, kommt ggf. ein Zukauf von Anteilen in Betracht.


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