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Nicht in jedem Konfliktfall ist der Gang vor Gericht die richtige Lösung. Selbst im Fall des gerichtlichen Obsiegens werden Urteile vielfach als ungerecht empfunden und der Streit ist damit nicht endgültig beigelegt. Das belastet sowohl die geschäftlichen als auch die familiären Beziehungen und kann diese endgültig zerstören. Auch die lange Verfahrensdauer und die hohen Kosten empfinden viele Prozessbeteiligte als Belastung. Außergerichtliche Konfliktlösungen erlangen daher zunehmend an Bedeutung. KONLUS bietet Ihnen die Möglichkeit eines Mediationsverfahrens. Unser Partner Rechtsanwalt, Steuerberater und Mediator Herr Dr. Luxem unterstützt Sie im Rahmen der Mediation bei der Lösung von Gesellschafterstreitigkeiten und inner- wie außerbetrieblichen Konfliktbewältigungen. Außerdem steht Ihnen Frau Luxem-Groß als Mediatorin für Familienangelegenheiten zur Verfügung. Zur Einführung in das Thema Mediation haben wir Ihnen im Folgenden die wesentlichen Ansätze der Mediation zusammengefasst:
Ansprechpartner bei KONLUS:
Übersicht:
1. Was ist Mediation?
2. Was ist das Ziel der Mediation?
3. Was sind Vorteile der Mediation?
4. Ablauf der Mediation
5. Die Funktion des Mediators
6. Spezialbereich Wirtschaftsmediation
7. Spezialbereich Familienmediation
1. Was ist Mediation?
Mediation (lat. mediare = vermitteln) ist ein kosten- und zeitsparendes außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, bei dem die Beteiligten im Konfliktfall mit der Unterstützung eines neutralen Mediators interessensgerechte und einvernehmliche Lösungen selbst erarbeiten.
2. Was ist das Ziel der Mediation?
In einem Mediationsverfahren sollen die Beteiligten eines Konfliktes eigenverantwortlich maßgeschneiderte und auf ihre Interessen und Bedürfnisse abgestimmte Lösungen finden. Ein Mediationsverfahren schafft die Möglichkeit, sowohl gewinnbringende und dauerhaft tragfähige Lösungen auf der Sachebene zu finden, als auch die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zu verbessern.
3. Was sind Vorteile der Mediation?
- Die Beteiligten erarbeiten und entscheiden selbst über eine interessensgerechte Lösung.
- Die Mediation berücksichtigt die sachlichen und persönlichen Komponenten eines Konflikts.
- Der Mediator vermittelt durch professionelle Gesprächs- und Verhandlungstechniken.
- Die Mediation schafft dauerhaft tragfähige Lösungen, weil selbst entwickelte Lösungen von den Beteiligten leichter akzeptiert werden.
- Mediation ist ein kosten– und zeitsparendes Verfahren.
- Bei einer Mediation gewinnen alle Beteiligten.
- Mediation ermöglicht eine außergerichtliche Konfliktlösung.
4. Ablauf der Mediation
Ein Mediationsverfahren ist in 5 Phasen aufgeteilt, die einen strukturierten Ablauf des Verfahrens gewährleisten:
Ein Mediationsverfahren ist in 5 Phasen aufgeteilt, die einen strukturierten Ablauf des Verfahrens gewährleisten:
Ein Mediationsverfahren ist nur erfolgsversprechend, wenn alle Beteiligten hierzu bereit sind und sich auf das Verfahren einlassen möchten. Während der Vorbereitungsphase werden die jeweiligen Erwartungen an das Verfahren geklärt und ein Mediationsvertrag mit dem Mediator vereinbart.
- Informations- und Themensammlung
In dieser Phase des Verfahrens wird ermittelt, worum es in dem Konflikt geht. Die Beteiligten erhalten die Möglichkeit, ihre persönlichen Konfliktthemen zu bestimmen.
Die Interessensklärung ist die entscheidene Phase der Mediation. Hier formulieren die Beteiligten — wiederum unterstützt durch den Mediator — ihre Ziele und Bedürfnisse, die dem Konflikt zugrunde liegen. Das Verständnis für die verschiedenen Interessen der Konfliktbeteiligten soll die Grundlage für neue Lösungsmöglichkeiten schaffen.
- Sammlung von Lösungsoptionen
Aufbauend auf den zuvor erlangten Erkenntnissen werden gemeinsam verschiedene Lösungsmöglichkeiten gesammelt, die den Interessen aller Beteiligten möglichst gerecht werden. Häufig eröffnen sich in dieser Phase der Mediation für die Beteiligten bisher nicht erkannte neue Optionen.
- Bewertung und Auswahl einer Lösung
Die gesammelten Lösungsmöglichkeiten werden von den Beteiligten unter Assistenz des Mediators bewertet und auf ihre tatsächliche Realisierbarkeit untersucht. Unterstützt durch den Mediator sollen die Beteiligten gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle einverstanden sind.
- Schriftliche Vereinbarung
Das Mediationsverfahren wird abschließend zusammengefasst und die getroffenen Vereinbarungen werden schriftlich und für alle Beteiligten verbindlich dokumentiert.
5. Die Funktion des Mediators
Der Mediator fungiert in einem Mediationsverfahren als unparteiischer Gesprächsleiter. Mit Hilfe professioneller Gesprächs- und Verhandlungstechniken strukturiert er die Gesprächsführung und vermittelt zwischen den Beteiligten. Er hilft Missverständnisse zu klären und neue Sichtweise zu eröffnen. Er hört zu, fasst die Ergebnisse zusammen und fördert Schritt für Schritt die Verständigung zwischen den Konfliktparteien, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden wird.
Die Tätigkeit des Mediator unterscheidet sich von der Tätigkeit
- des Rechtsanwalts, weil er nicht einen am Willen der Partei orientierten Lösungsvorschlag präsentiert, sondern eine Hilfe zur eigenständigen Konfliktlösung bietet
- des Schlichters, weil er nicht über die Lösung entscheidet, sondern die Entscheidungsverantwortung bei den Beteiligten verbleibt.
- des allgemeinen Kommunikations- und Konflikttrainers, weil er keine allgemeinen Handlungsempfehlungen abgibt, sondern mit den Beteiligten eine konkrete Vereinbarung erarbeitet.
6. Spezialbereich Wirtschaftsmediation
Es gibt im Wirtschaftsleben vielfältige Situationen, in denen es zwischen den beteiligten Personen zu Konflikten kommt. Hier zu dauerhaft tragfähigen Lösungen zu kommen, sollte Ziel aller Beteiligten sein. Mit Hilfe eines Wirtschaftsmediationsverfahrens kann dieses Ziel erreicht werden. Eine Wirtschaftsmediation kann bei gesellschaftsrechtlichen und innerbetrieblichen Konflikten (inbesondere bei Familienunternehmen) aber auch bei Verhandlungen zwischen Unternehmen gewinnbringend sein, denn die Mediation schafft vielfach die Möglichkeit, dass die Beteiligten auch in Zukunft gut miteinander auskommen. Bei einer erfolgreichen Mediation werden die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.
Eine Wirtschaftsmediation bietet sich vor allem bei folgenden Konfliktfeldern an:
- Gesellschafterstreitigkeiten
- Auseinandersetzung zwischen Gesellschaftern/Partnern
- Erbfolgekonflikte
- Regelung der Unternehmensnachfolge
- Umstrukturierungsmaßnahmen
7. Spezialbereich Familienmediation
Zerbrechende Partnerschaften enden meist in Enttäuschung, Trauer, Streit, Vorwürfen, und Gesprächsunfähigkeit. Emotionale Konflikte sind vorprogrammiert und lassen sich vielfach vor Gericht nur unzureichend lösen. Ein Mediationsverfahren kann bei Familienkonflikten helfen, eine zukunftsorientierte Lösung zu finden, die die Interessen sämtlicher Beteiligten berücksichtigt. Insbesondere wenn Kinder von der Trennung betroffen sind ist es vorteilhaft, wenn durch eine gemeinsam gefundene Konfliktlösung ein friedfertiger Umgang miteinander möglich wird. Eine Familienmediation bietet sich daher insbesonders bei folgenden Konfliktfeldern an:
- Trennung von Ehe-oder Lebenspartner
- Unterhaltsstreitigkeiten
- Aufenthalt der Kinder und Umgangsrecht
- Aufteilung des gemeinsamen Haushalts
- Finanzielle Folgen der Trennung
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