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Digitalpaket: Änderungen für den E-Commerce im Bereich der Umsatzsteuer (07/2018)
Im Bereich des E-Commerce stehen ab 1.1.2019 umsatzsteuerliche Änderungen an. Weitere Änderungen folgen voraussichtlich ab 1.1.2021.

Der Rat der Europäischen Union hat das sog. Legislativ-Paket zur Modernisierung der Mehrwertsteuer beim grenzüberschreitenden elektronischen Handel im Privatkundenbereich am 5. Dezember 2017 beschlossen. Damit einhergehend wurde eine Richtlinie (2017/2455) sowie zwei Verordnungen (2017/2454 und 2017/2459) verabschiedet.

 

Überblick über die Änderungen ab 1.1.2019

  • Einführung einer EU-weiten Umsatzschwelle i.H.v. EUR 10.000 (netto) für elektronische B2C-Dienstleistungen. Überschreitet der Unternehmer den Schwellenwert (zu betrachten sind sämtliche elektronische Dienstleistungen an Nichtunternehmer) im Vorjahr und im laufenden Jahr nicht, kann er seine Umsätze im Ansässigkeitsstaat versteuern. Ein Verzicht auf die Schwellenregelung ist möglich und entfaltet Bindungswirkung für zwei Jahre. 
  • Für den Nachweis der Ansässigkeit des nichtunternehmerischen Leistungsempfängers ist bis zu einem Schwellenwert von EUR 100.000 ab 1.1.2019 nur noch ein Beweismittel anstelle von bisher zwei Beweismitteln ausreichend.
  • Der leistende Unternehmer darf bei Teilnahme am sog. „MOSS-Verfahren“ (Mini One Stop Shop), die formellen Anforderungen an die Rechnungstellung seines Registrierungsmitgliedstaates anwenden.

 

Überblick über die voraussichtlich ab 2021 in Kraft tretenden Änderungen

  • Ausdehnung des MOSS-Verfahrens auch auf Warenlieferungen über Online-Verkäufe an Endverbraucher (sog. Innergemeinschaftlicher Versandhandel – „Fernverkäufe“) sowie auf weitere Dienstleistungen
  • Haftungsübernahme von Online-Plattformen für Versandhändler für die Umsatzsteuer aus bestimmten Verkäufen externer Händler (§25e UStG-E)
  • Abschaffung der individuellen Lieferschwellen je Mitgliedstaat für den Versandhandel. Der einheitliche Schwellenwert beträgt EUR 10.000 für innergemeinschaftliche Fernkäufe (sonst MOSS-Verfahren)
  • Verlängerung der Abgabefrist der MOSS-Erklärungen vom 20. Tag des Monats nach Quartalsende auf den 30. Tag
  • Abschaffung der Steuerbefreiung für Importe von Kleinsendungen bis EUR 22 aus Drittstaaten, statt dessen
  • Option zur Teilnahme am MOSS-Verfahren für Warensendungen bis EUR 150 (netto) aus dem Drittland unter Befreiung von der EUSt.
  • Implementierung der sog. „Portalregelung“ (entsprechend § 3 Abs. 11a UStG für elektronische Dienstleistungen) auch für den Versandhandel; gilt für Unternehmen aus dem Drittland.

Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Ansprechpartner zur Verfügung.

 

 

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